Mahmoud Dowlatabadi (Mahmud Doulatabadi)

der wohl prominenteste lebende Autor im Iran gilt als bedeutendster Vertreter der zeitgenössischen persischen Prosa. Er hat zahlreiche Erzählungen, mehrere Romane, Drehbücher und Theaterstücke, aber auch Dutzende literaturkritische sowie politische Essays verfasst. Hinter dieser kurzen Aufzählung seines Schaffens steckt ein bewegtes, leidenschaftliches Leben. 2013 wurde ihm der Jan Michalski Preis für seinen Roman „Colonel“ verliehen.

»Ich komme vom Rande der Salzwüste, ich schreibe am Abgrund der Welt, ich zweifle…“ (Mahmud Doulatabadi)

Naser Taghvai

Das Schaffen des einflussreichen iranischen Regisseurs und Drehbuchautors Nasser Taghvai wird dem iranischen „New Wave“ zugerechnet, welcher sich durch eine poetische und malerische Bildsprache auszeichnet. Zahlreiche seiner Filme beruhen auf Romanvorlagen, so basiert beispielsweise „Captain Khorschid“ auf Ernest Hemingways „To Have and Have not“, dessen Geschichte er, wie bei vielen seiner Filme, in den Süden des Irans verlegt. Nasser Taghvai gewann zahlreiche nationale und internationale Preise, u.a. den bronzenen Leoparden auf dem 48ten International Film Festival in Locarno.

Marzieh Vafamehr

ist eine iranische Schauspielerin und Regisseurin. Als Schauspielerin erlangte sie durch ihre kontroverse Rolle in „My Teheran for Sale“ (2009) internationale Bekanntheit. Zuletzt war sie in „The cancer period“ (2017) sowie in verschiedenen Theaterproduktionen zu sehen. Als Regisseurin ist sie mit ihren Filmen auf internationalen Filmfestivals vertreten, so wurde beispielweise „Wind, Ten Years Old“ auf dem Sundance Film Festival 2008 gezeigt.

Atila Pesyani / Khosro Pesiani

Ankido Darash / Amirhossein Davani

 

Hezaravaz-Ensemble:
Vahid Taj / Azad Mirzapour / Mehrdad Mirzapour / Babak Peimani / Bahman Faryadras

Das Ensemble Hezarawaz gehört zu den renommiertesten Musikgruppen für traditionelle und  persische Volksmusik. Das Ensemble wurde von Azad Mirzapour gegründet und hat sich seitdem mit Auftritten in In- und Ausland  sowie bei zahlreichen Festivals, unter anderem in Rudolstadt einen Namen gemacht. Gespielt wird auf traditionellen iranischen Instrumenten. Das Ensemble spielt Eigenkompositionen und tritt gemeinsam mit anderen Größen der iranischen Musik in aller Welt auf. Im iranischen Kulturfest wird  Vahid Taj, einer der bekanntesten iranischen Sänger die Gruppe mit kurdischen, lorischen und persischen Liedern begleiten.

Damahi

Die Band Damahi vereint Elemente von traditioneller iranischer Musik des Südens mit Jazz, Reggae, Flamenco, Afro, Latin, Funk und indischer Musik. Die 2014 gegründete Band veröffentlichte 2015 ihr erstes Album mit dem Titel „Damahi“, welches durch seine einmalige Mischung im Bereich der Popmusik Erfolge bei den unterschiedlichsten Gruppen der Gesellschaft feierte. Bei ihrem zweiten Auftritt in München sind sie mit ihrem gerade neu erschienen zweiten Album zu hören.

RAAM

King Raam veröffentlichte 2011 in Zusammenarbeit mit der Autorin Tara Aghdashloo das erste Album der Band „Songs of the Wolves“, welches auf persönlicher Ebene von Liebe und Verlust erzählt. Der Bandsänger Raam, der zuvor Sänger der Punkrock Band Hypernova war, singt hier nun erstmalig in persischer Sprache. Nach dem großen Erfolg des ersten Albums erschien 2014 „The Vulture“ und im darauffolgenden Jahr „A Day & A Year“, dem eine Tour in Nordamerika und Europa folgte. Ihr letztes Album aus dem Jahr 2017, welches von „Alternative“ und „Indie“ Einflüssen geprägt ist, heißt „Until a Thousand and …“.

Bomrani

Die Band Bomrani entstand 2007 aus dem gleichnamigen Soloprojekt von Behzad Omrani, der mit der Verschmelzung seines Vor- und Nachnamens namensgebend ist.  Ebenso wie der Name der Band ist ihre Musik eine Verschmelzung von Rock N’ Roll, Blues, Country, Balkan und europäischen Einflüssen. Die Band spielte zunächst in Kaffees, trat in experimentellen Performances auf und veröffentlichte ihr erstes (inoffizielles) Album „Naked Socks“ (2010). Danach traten sie vor allem im Theaterbereich auf und komponierten Filmmusik. Im Juni 2014 veröffentlichten sie mit „Red Bus“ ihr erstes offizielles Album, gefolgt von „Common Vent“ (2015) und „Leaving and Passing By“ (2017). Alle drei Alben erfreuen sich großer Beliebtheit.Durch ihre Vielseitigkeit sprechen sie ein breites
Publikum an.

Rakhshan Banietemad

Rakhshan Banietemad gilt als die „First-Lady“ des iranischen Films. In den 1980er und 90er-Jahren etablierte sie sich mit Filmen wie „Off the Limits“ und „Nargess“, die geprägt von starken und mutigen Subjekten sind. Über die Jahre schuf sie zahlreiche preisgekrönte Filme wie „Yellow Canary“, „Foreign Currency“, „The Blue-Veiled“, „The May Lady“,
„Under the Skin of the City“, „Gilaneh“, „Mainline“ und „Tales“, für die sie u.a. für das beste Skript auf den Internationalen Filmfestspielen von Venedig ausgezeichnet wurde und für die sie den bronzenen Leoparden auf dem Locarno Film Festival sowie einen Ehrendoktortitel von der SOAS in London erhielt.

Neben Spielfilmen ist sie auch als Dokumentarfilmemacherin tätig. Ihre Filme sind stets sozialkritisch und versuchen den Alltag der iranischen Realität wiederzugeben. Thematisch beschäftigt sie sich mit Armut, Kriminalität, Scheidung, Polygamie, sozialen Normen, kulturelle Tabus und der Unterdrückung von Frauen.

Pegah Ahangarani

Pegah Ahangarani stand bereits mit sechs Jahren in Kambuzia Partovis „The Singing Cat“ (1990) vor der Kamera. Aufmerksamkeit erlangte sie besonders durch ihre Rolle in „The Girl with Sneakers“ (1999). Sie gewann zahlreiche Auszeichnungen im In- und Ausland. Für „Darband“ (2013) erhielt sie mit dem Crystal Simorgh des Fajr Festivals den höchsten iranischen Preis. Neben ihrer Tätigkeit als Schauspielerin ist sie auch Medienkünstlerin und dreht Dokumentarfilme, oftmals in Kooperation mit anderen namhaften RegisseurInnen wie Abbas Kiarostami, Massoud Kimiaei und Rakhshan Banietemad.

Mojtaba Mirtahmasb

Mojtaba Mirtahmasb dreht bereits seit den 1990er Jahren Dokumentarfilme und ist einer der bekanntesten iranischen Dokumentarfilmer. Zu seinen über 30 Filmen zählen „Six Centuries Six Years“, „This Is Not a Film“, „Off Beat“, „Back Vocal“, „The River Still Has Fish“, „The Banner“ und „Lady of the Roses“. Letzterer handelt vom Leben Shahindokht Sanati, einer der erfolgreichsten weiblichen Unternehmerinnen Irans. Mirtahmasb gewann zahlreiche nationale und internationale Preise u.a. den Crystal Simorgh (Phoenix) des Fajr International Film Festivals, den Jury Preis auf dem Cinéma Vérité Film Festival und den Preis für den besten experimentellen Dokumentarfilm der US National Society of Film Critics.

Mehdi Ganji

Der Dokumentarfilmer Mehdi Ganji verfolgt in seinen Dokumentationen Menschen, die andere neue Wege einschlagen, die Dinge verändern und neue Werte schaffen. Zunehmend fokussiert er dabei das Leben von Entrepreneuren. Dies umfasst die
Filme „Employment and Industry“, „My Mom: Manizheh is a Miner“ und „All My Identity Papers“. Bekanntheit erlangte er mit der Dokumentation „I Want to be a King“, die den Aufstieg und Fall eines zufälligen Touristen Start-ups in der Peripherie Irans erzählt und für die er nationale sowie internationale Auszeichnungen erhielt. Sein neuerster Film „Puzzleys“ begleitet vier Junge Appentwickler, die sich trotz guter Jobangebote und familiärer Widerstände selbstständig machen wollen. Um ihren Traum zu verwirklichen begeben sie sich aus der Provinz auf die Reise nach Teheran.

Mahnaz Afzali

Mahnaz Azfali war vor ihrer Karriere als Dokumentarfilmerin als Schauspielerin in Theater, Film und Fernsehen tätig. Mit ihrem zweiten Film „The Red Card“ gelang ihr der Durchbruch auch hinter der Kamera. In „The Ladie’s Room“ begleitet sie obdachlose Frauen und deren Leben in den öffentlichen Parkanlagen. „Mother of the Earth“ (2017) zeigt den Kampf von Hayedeh Shirzadi gegen die Umweltverschmutzung. Dank ihres Einsatzes wird heute der Großteil der Abfälle in Kermanshah recycelt und an vielen
weiteren Orten wurden Recyclingcenter eingerichtet.
„Wir sind erst kürzlich auf die Erde gekommen und wir sind nicht sehr nett zu ihr. Die Erde braucht uns nicht – aber wir brauchen den Boden, das Wasser und die
 Luft.“ (Mahnaz Afzali)

Shadi Ghadirian

Im Gegensatz zu den Arbeiten einiger anderer Fotografinnen aus dem Nahen Osten, die in der westlichen Welt leben und ausstellen und sich dem Thema „das westliche Gesicht einer östlichen Frau“ und deren personaler Entfremdung widmen, sind Ghadirians Fotos einzigartig. Es sind Bilder aus dem Inneren, die sich nicht an westlichen Empfindungen orientieren, sondern für sich selbst stehen (Dr. Reza Sheik)

Azadeh Akhlaghi

Azadeh Akhlaghi studierte Computerwissenschaften im australischen Melbourne. Seit 2001 arbeitet sie als Künstlerin mit Fotografie, Video und Kurzfilm. Akhlaghis Fotografien sind machtvoll und ästhetisch, sie wirken in ihrer fast malerischen Qualität und Komposition nicht wie dokumentarische Bilder, sondern eher wie Historienmalerei.

Maryam Bagheri / Rahmaneh Rabanigharibi

Sadaf Tahvildarzadeh

Reyhaneh Rahmati

Hossein Manssouri

Aida Bakhtiari

Hamid Shavarean

Mahtab Alizadeh

Sahab Zaribaf

 

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