Was ist Termeh?

Termeh bezeichnet eine Art handgewebtes Tuch, das ursprünglich in der Provinz Isfahan hergestellt wurde. Heute gelten die Termeh aus Yazd als die schönsten. Yazd ist das Zentrum des Designs, der Produktion und des Marketings von Termeh. Das Weben von Termeh erfordert eine qualitativ hochwertige Wolle mit langen Fasern oder Seide.  Das Tuch durchzieht wie das gleichnamige Muster die lange Geschichte des Iran. Griechische Historiker kommentierten die Schönheit der persischen Weberei in der achämenischen (532 v. Chr.), ashkanischen (222 v. Chr.) und sasanidischen (226–641 n. Chr.) Periode. Der chinesische Reisende Hoang Tesang bewunderte die Tücher. Während der Safawidenzeit (1502–1736 n. Chr.) wurden die Webtechniken noch erheblich verfeinert. Aufgrund der Schwierigkeiten bei der Herstellung von Termeh und des Aufkommens des mechanisierten Webens gibt es im Iran heute nur noch wenige Fabriken, die traditionell gewebtes Termeh herstellen. In das Termeh-Tuch wird immer das uralte persische Muster Bote-Jeghe (Paisely-Muster) eingearbeitet,  weshalb es damit assoziiert und gar verwechselt wird. Das Muster begegnet einem allerorten, auf persischen Teppichen, oder den Kronen persischer Könige. Das Muster hat zwei Bedeutungen. Zum einen symbolisiert es die in Iran allgegenwärtigen Zypressen. Sie sind stark, dennoch wird ihre Spitze durch den Wind gebeugt. Dies wird als Bescheidenheit interpretiert. Zugleich symbolisieren Zypressen Stärke und Fruchtbarkeit. Zum anderen stellen die Muster Flammen dar, ein überaus positives Symbol in einer Kultur, die das Licht und das Feuer verehrte. Dieses Symbol ist inzwischen weltweit verbreitet. Vielen ist hierbei nicht bewusst, dass es aus Persien stammt und sich friedlich globalisiert hat. Deshalb haben wir bewusst diesen Namen für unser Festival gewählt.

Die Vorbereitungen Termeh 4, Video: Mitra Khalatbari

Philosophie

Wir lüften den Schleier eines Landes, das öffentlich überwiegend mit Öl oder Diktatur assoziiert wird, indem wir im Rahmen der Kulturwoche unterschiedliche Kunstzweige des Iran vorstellen: Film, Musik, Theater, Fotografie, Literatur, Tanz und Mode.

Kunst im Iran gedeiht unter schwierigen Bedingungen. Und dennoch finden Künstler Wege, sich auszudrücken und ihre Kunst zum Blühen zu bringen. Diese Vielfalt wollen wir zeigen. Wir verstehen uns als unpolitisch. Gleichwohl ist allein schon das Zeigen von iranischer Kunst ein Politikum – nicht nur im Iran, sondern auch hier. Unsere Auswahl bedarf also auch einer Erklärung: Statt uns, wie häufig, auf im Iran verbotene Kunst, oder umgekehrt auf erlaubte Kunst zu beschränken, verbinden wir beides: Künstler, die im Ausland sind und dort leben, mit Künstlern, die im Iran ausharren und dort mehr oder weniger gut ihre Kreativität ausleben. Dies dient nicht nur der Verständigung – innerhalb der iranischen Künstler oder auch mit dem Münchner Publikum, sondern kann auch den aussöhnenden Grundstein für die zukünftige Kunstszene im Iran legen.

Die Förderung von Kunst ist dementsprechend sowohl eine politisch unverfängliche, weil als unpolitisch wahrnehmbare, als auch zugleich eine demokratiefördernde Maßnahme. Kunst leistet freier Meinungsäußerung, Individualisierung, Stärkung von Frauenrechten, Toleranz gegenüber abweichenden Weltbildern, um nur einige zu nennen, Vorschub. Diese sind wichtige Eigenschaften und Werte einer demokratiefähigen Zivilgesellschaft. Demokratie kann nur auf der Grundlage einer lebendigen und starken Zivilgesellschaft entstehen.

Förderung von Kunst ist also auch immer Förderung von Zivilgesellschaft und Erziehung zu demokratischen Werten.
Kunst ist zugleich immer ein Symptom der jeweiligen Gesellschaftsordnung. Je stabiler und wirtschaftlich stärker die Gesellschaft, desto aktiver ist die Kunstszene. Das ist nicht nur heute zu beobachten, sondern auch seit jeher in der Geschichte. Beispielsweise entstanden große Meisterwerke der frühen Renaissance nicht zufällig im wirtschaftlich prosperierenden Florenz. Die glanzvolle Epoche wurde abrupt mit der Errichtung eines Gottesstaates durch den fanatischen Savonarola beendet. Seine kurze Herrschaft fügte nicht nur der Kunst, sondern auch der Wirtschaft enormen Schaden zu. So sind florierende Kunstszenen und wirtschaftliche Stabilität eng miteinander verwoben. Die Förderung des einen wirkt sich stets auf das andere aus. Wirtschaftliche Stabilität und internationale Handelsbeziehungen sind der Nährboden einer künstlerisch

aktiven Gesellschaft. Umgekehrt forcieren Gesellschaften mit aktiven Kunstszenen eher wirtschaftliche Stabilität.

In diesem Sinne und zu diesem Zwecke organisieren wir das iranische Kulturfest mit über 30 namhaften Künstlern in München.

 

Ziel des Projekts

Wir wollen einen Beitrag zur Münchner Kultur leisten. Zudem fördern wir damit die iranische Kunstszene, indem wir sie hier vorstellen und zu einem Austausch bringen.
Die Förderung von Kunst ist zudem sowohl eine politisch unverfängliche, weil als unpolitisch wahrnehmbare, als auch zugleich eine demokratiefördernde Maßnahme. Kunst leistet freier Meinungsäußerung, Individualisierung,

Stärkung von Frauenrechten, Toleranz gegenüber abweichenden Weltbildern, um nur einige zu nennen, Vorschub. Diese sind wichtige Eigenschaften und Werte einer demokratiefähigen Zivilgesellschaft. Demokratie kann nur auf der Grundlage einer lebendigen und starken Zivilgesellschaft entstehen.

Diese Werte weiterzutragen und auch der neu eingewanderten Bevölkerung Bevölkerung zu vermitteln, ist uns schließlich auch ein Anliegen.

Termeh Team

Das Team von Termeh besteht aus über 40 engagierten kulturliebenden Ehrenamtlichen, die mit ihrer Begeisterung die Stimmung des Festivals prägen und mit ihrer Arbeit die Organisation ermöglichen. Die interdisziplinäre Aufstellung des Teams hat sich bisher als bereichernd erwiesen

Eisapour Narges
Faika Sören
Kia Mona
Manochehri Darya
Mazroob Nima
Saidi Amirhassan
Siyahestalkhi Abbas
Zaroodi Roja
Ziai Mahzad

Ahantab Roya
Alirezaee Asefe
Ameri Tayebeh
Kharazi Sheyda
Niavarani Omid
Zaroodi Roja

musik@iranischeskulturfest.com

Atashi Roya
Jafari Sara
Robatmili Arya
Robatmili Kimia
Shirinsokhan Mariam

Kontakt: Film@iranischeskulturfest.com

Ahmadi Arash
Akhondi Marzieh
Barzanooni Reza
Boroujeni Sara
Khazai Yeganeh
Saffarzadegan Arad
Taheri Mahdi

Kontakt: Kurzfilm@iranischeskulturfest.com

Abadinejad Ladan
Booshehri Shakiba
Dehghani Farnaz
Djavadipour-Sigari Newsha
Sadeghi Dorna
Shavarean Hamid

Kontakt: Bildendekunst@iranischeskulturfest.com

Ahmadi Shahed
Alavi-Shahidi Raheleh
Arkia Mahsa
Ghobad Hadi
Hannani Milad
Mazroob Nima
Sadeghi Dorna
Sarmadi Sina
Shavarean Hamid
Zargari Nejad Sayeh

Kontakt: Media@iranischeskulturfest.com

Mariam Shirinsokhan
Mahzad Ziai
Amirhassan Saiedi
Keivan Kamyab

Kontakt: info@iranischeskulturfest.com

Abdi Behzad
Alizadeh Hossein
Asrazad Sahar
Bahmanpour Mahmoud Reza
Djahangiri Siamak
Djavadipour-Sigari Newsha
Ghanbari Meraj
Gharasoo Mariam
Gholizadegan Nima
Habibi Samer
Mesghali Farshid
Mirarab Mahan
Mirtahmasb Mojtaba
Mohammadi Farnaz
Motamed-Arya Fatemeh
Motebassem Hamid
Nafisi Soheil
Riahipour Babak
Sadri Mahin
Shams Omid
Shekarchi Aliakbar
Sherbaf Shahram
Shiva Ghobad

juri@iranischeskulturfest.com

Arkia Mahsa
Kontakt: mahsa(at)arkiadesign.de

Babaei Reza 
Kontakt: RamyarIran(at)gmail.com

Borouzadeh Aran 
Kontakt: qrqn(at)protonmail.com

Taheri AmirHossein 
Kontakt: AmirTaheri(at)me.com

Kontakt

Adresse: Wugg-Retzerstr 4 80339 München- D
      Tel.: +49 89 5059992
            +49 1573 8297550
     Fax.: +49 89 12070343
 E-mail: kulturtermeh@web.de